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Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen

Bedingungen der Beteiligung von Mädchen im Jugendfußball

15.05.2014

Kreiselmeyer, Kristina & Reinders, Heinz (2014). Bedingungen der Beteiligung von Mädchen im Jugendfußball. Eine empirische Studie bei Bayerischen Fußballvereinen. In: S. Sinnig, J. Pargätzi & B. Eichmann (Hg.), Frauen- und Mädchenfußball im Blickpunkt. Empirische Untersuchungen, Probleme und Visionen (203-216). Münster: Lit.

Nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 gilt der Beteiligung von Mädchen im Fußball besondere Aufmerksamkeit. Bereits mit deutlichem zeitlichem Vorlauf hat der Deutsche Fußballbund Strukturen zur Stärkung des Mädchen- und Frauenfußballs geschaffen. Dahinter steht die Motivation, zum einen auch Mädchen durch Fußball in den Breitensport zu integrieren und zum anderen Fußballvereinen trotz der nahenden geburtenschwachen Jahrgänge stabile Mitgliedszahlen zu ermöglichen. Gleichwohl ist die Beteiligung von Mädchen im Jugendfußball nach wie vor eher gering.

Hierfür werden in der Literatur verschiedene Ursachen vermutet, etwa die Konnotation von Fußball als "Männersport". Verlässliche Informationen zu strukturellen Hinderungsgründen aus der Perspektive von Vereinen liegen hingegen nicht vor. Hier setzt die vorliegende Studie an, in der insgesamt 888 bayerische Fußballvereine mit einer Jugendfußball-Abteilung befragt wurden. Themen der Befragung waren 2 die Zahl aktiver Spielerinnen, die Ausstattung des Vereins und die vermuteten Gründe für eine geringe Beteiligung von Mädchen beim Fußball. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass aus Vereinssicht nicht individuelle Motive Mädchen am Fußball spielen hindern, sondern den Vereinen vielmehr die notwendigen Strukturen fehlen und das Umfeld von Mädchen (Schule, Familie) ungünstig wirken. Aus den Befunden werden Schlussfolgerungen für eine stärkere Einbindung von Mädchen in den Jugendfußball gezogen. 

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