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Intern
Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen

Ab in die Bundesliga

22.09.2017

Die bundesweit einmalige Studie zur Talentförderung im Mädchenfußball des NFZ ist in vollem Gange. Es führt das Team des Nachwuchsförderzentrums zu zahlreichen Bundesligisten, darunter sind unter anderem Hoffenheim, Nürnberg, Leverkusen und Frankfurt.

Da steht sie also, Verena Hagedorn, Europameisterin von 2001 sowie ehemalige Co-Trainerin der DFB-Frauen, und weist dem Team des Nachwuchsförderzentrums freundlich und interessiert den Weg zu den U17-Juniorinnen von Bayer Leverkusen. Hagedorn hat in dieser Saison ihre Stelle bei den Werksfrauen angetreten, um deren erste Mannschaft wieder ins Frauen-Oberhaus zu führen. Da wird natürlich der Blick auf den Nachwuchs wichtig. Wo stehen die U17-Juniorinnen, was sind die Stärken und was muss noch verbessert werden?

Hier wie in Leverkusen ergeht es auch den weiteren Bundesligisten, deren Nachwuchsteams seit diesem Frühjahr von NFZ getestet werden. Ob in Hoffenheim, Frankfurt, Nürnberg, Sindelfingen oder in Essen, das Interesse an einer Kooperation mit dem Nachwuchsförderzentrum ist in diesen Vereinen sehr groß. Der Grund sind die umfangreichen und ganzheitlichen Tests, die das NFZ bei den Nachwuchsteams vornimmt. Nach dem innovativen Ansatz des NFZ-TestSpiel werden die fußballspezifischen Fähigkeiten in sieben Bereichen gemessen, hinzu kommen Tests der Agilität, der Gedankenschnelligkeit und der Leistungsmotivation.

„Diese Kooperation mit dem NFZ ist eine wichtige Sache für uns und auch insgesamt für den weiblichen Fußball“, so Ralf Zwanziger, Leiter des Mädchen- und Frauenfußballs bei der TSG Hoffenheim, „weil wir als Verein wertvolle Informationen erhalten und wissenschaftlich nach Bedingungen für die optimale Förderung talentierter Mädchen geforscht wird“. Gerade Vereine wie die Hoffenheimerinnen, deren Konzept die Talentförderung bereits ab den U13-Juniorinnen vorsieht, profitieren von der Leistungsrückmeldung über ihre Teams.

Noch bis Ende September tourt das Nachwuchsförderzentrum durch die Bundesliga-Arenen der Republik und sammelt wertvolle Informationen über die Möglichkeiten, wie Nachwuchsspielerinnen optimal gefördert werden können. „Hierzu gibt es selbst international keine Daten, insbesondere nicht in der Verknüpfung von allgemeiner Sportlichkeit, psychologischen Merkmalen und fußballerischen Fähigkeiten“, erläutert Prof. Heinz Reinders, Leiter der Studie, das Besondere an der Untersuchung.

Wenn heutzutage noch keine verlässlichen Studien zur Talentförderung existieren, dann konnte auch Verena Hagedorn zu ihren aktiven Zeiten kaum auf ein solches Wissen zurückgreifen. Als Trainerin wird sie hierzu Dank der Studie des Nachwuchsförderzentrums mehr Gelegenheit erhalten. Im Frühjahr werden die ersten Ergebnisse vorgestellt und den Vereinen bereits im Herbst Rückmeldungen zu ihren Spielerinnen gegeben.