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    Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik

    BLUME - ÜBerzeugungen von GrundschulLehrkräften zum Umgang mit MEhrsprachigkeit

    BLUME - ÜBerzeugungen von GrundschulLehrkräften zum Umgang mit MEhrsprachigkeit

    Projektlaufzeit

    seit 2017

    Kurzbeschreibung

    Lehrkräfte an deutschen Grundschulen sind alltäglich mit Mehrsprachigkeit und Migration konfrontiert. Ob und inwieweit aber die ‚Mehrsprachigkeitsressource‘ (u.a. die Erstsprachen der Kinder) einen Platz im unterrichtlichen und schulischen Alltag haben sollte, wird im erziehungswissenschaftlichen und sprachwissenschaftlichen Diskurs kontrovers diskutiert. Obwohl sich seit Mitte der 1980er Jahre ein Paradigmenwechsel hin zur Anerkennung und produktiven Nutzung von Mehrsprachigkeit im sprachdidaktischen und grundschulpädagogischen Diskurs beobachten lässt, verweisen einzelne aktuelle Befunde auf die Persistenz monolingualer Praktiken in Anlehnung an einen „monolingualen Habitus“ (Gogolin, 1994) im deutschen Schulwesen (Fürstenau, 2017).

    Als eine handlungsleitende Komponente pädagogischer Professionalität werden im vorliegenden Projekt die berufsbezogenen Überzeugungen von Grundschullehrkräften zum Umgang mit Mehrsprachigkeit empirisch erfasst. Überzeugungen gelten als relevant für das berufliche Handeln von Lehrkräften, ebenso für deren Handlungssteuerung und Handlungsbegründung (z.B.Felbrich, Schmotz & Kaiser, 2010). Forschungsmethodologisch stellt sich die vorliegende Studie der Herausforderung, möglichst auch implizite Anteile von Lehrerüberzeugungen durch einen multiperspektivischen Zugang zu erfassen. Damit reagiert das Projekt BLUME auf das Forschungsdesiderat, Überzeugungen bei berufstätigen Lehrkräften anhand der Triangulation von quantitativen und qualitativen Daten zu erfassen und darüber hinaus Einflussfaktoren zu identifizieren, die für die Entwicklung der Überzeugungen bedeutsam sind.