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    Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik

    Bildungsentscheidungen in einer inklusiven Grundschule. Übergangsempfehlungen von Grundschullehrkräften bei Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf

    Projektleitung

    Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother,Prof. Dr. Christiane Gross, Universität Würzburg

    Drittmittelförderung

    AsF durch das HDC der Fakultät für Humanwissenschaften

    Projektlaufzeit

    seit 2019

    Doktorandin

    Veronika Dumbacher

    Kurzbeschreibung

    Im vorliegenden Projekt wird untersucht, wie Lehrkräfte mit der seit 2009 angestoßenen Forderung nach schulischer Inklusion in einem segregativen Schulsystem an der Schnittstelle zwischen Primar- und Sekundarbereich umgehen. Es wird analysiert, welche Entscheidungskriterien Grundschullehrkräfte bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) beim Übergang in den Sekundarbereich heranziehen und welche Entscheidungsprozesse dabei zugrunde liegen. Der Fokussierung auf eine bestimmte SchülerInnengruppe liegt ein enges Adressatenverständnis von schulischer Inklusion zugrunde, das Schülerinnen und Schüler mit SPF im Kontext schulischer Bildungsentscheidungen in den Blick nimmt. In dem Projekt werden qualitativ- und quantitativ-empirische Forschungsmethoden im Rahmen eines Mixed-Methods-Ansatz miteinander kombiniert, um den Forschungsgegenstand (Übergangsempfehlungen der Lehrkräfte) aus verschiedenen methodischen und inhaltlichen Perspektiven zu betrachten.

    Kurzbeschreibung des Dissertationsprojekts (Veronika Dumbacher)

    Ausgehend von Modellen zur professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften (Baumert & Kunter, 2011) und Grundlagen der Wert-Erwartungstheorie (Eccles, 2005; Esser, 1999) wird in dem Promotionsprojekt der Frage nachgegangen, wie sich die Bildungsentscheidung der Lehrkräfte am Ende der Grundschulzeit bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschreiben lässt. Dabei liegt der Fokus sowohl auf den Entscheidungskriterien der Lehrkräfte als auch auf der multiprofessionellen Zusammenarbeit mit dem sonderpädagogischen Fachpersonal. Im Rahmen der qualitativ angelegten Studie werden vignettenbasierte Interviews bei n=30 Grundschullehrkräften aus Bayern und Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Darstellung der Fallbeispiele evoziert dabei die Benennung situationsbasierter Handlungsweisen und die Begründung von Entscheidungen (Schnurr, 2003). Die Auswertung der Interviews erfolgt anhand Techniken qualitativer Inhaltsanalyse (Mayring, 2015). Im Anschluss findet eine Typenbildung (Kelle & Kluge, 2010) statt, mit dem Ziel, ein tiefergehendes Verständnis der Entscheidungsprozesse zu ermöglichen (Käpplinger, 2011, S. 23–24).